Wienerlied-Festival „So klingt’s in Wien“: „Ein großer Schatz, den es zu bewahren gilt“

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„So klingt’s in Wien“: Soziologe Roland Girtler (l.) mit den Organisatoren Charlotte Ludwig und Wolf Frank bei der Präsentation im Heurigen Wolff (Foto: conny.at)

„So klingt’s in Wien“ lautet der Titel des Festivals für das traditionelle Wienerlied, das von 26. Mai bis 12. Juni an ausgewählten Aufführungsorten wie dem Café Schopenhauer in Währing, dem Waldmüllerschlössl oder dem Augustinerkeller über die Bühne gehen wird.

Das Festival soll das „gute alte Wien“ mit seinem unvergleichlichen, originalen Liedgut erklingen lassen – vorgetragen von renommierten Künstlerinnen und Künstlern dieses Genres. „Jedes Land, jedes Bundesland hat seine Volksmusik, und das Wienerlied ist die Volksmusik unserer Wienerstadt. Das erste Wienerlied stammt schon aus dem 16. Jahrhundert ,Ei, Du lieber Augustin‘, und seither ist die Sammlung von Wienerliedern auf rund 75.000 registrierte Werke angewachsen. Ein großer Schatz, den es zu bewahren gilt“, ist Co-Organisatorin Charlotte Ludwig überzeugt.

Dieses kulturulle Erbe gilt es nun, in den Mittelpunkt zu rücken. „Das war meine Motivation, das Festival „So klingt‘s in Wien‘, gemeinsam mit Wolf Frank und Gerhard Greisinger, zu initiieren. In Kooperation mit den zehn Wienerlied-Vereinen, die dieses Kulturgut seit Jahrzehnten, meist ehrenamtlich, hegen und pflegen, und kooperativen Veranstaltern ist es uns gelungen, 26 Konzerte ins Programm aufzunehmen“, fasst Ludwig zusammen, die durch die Heurigenbesuche mit ihren Eltern seit Kindesbeinen an vom Wienerlied begleitet wird.

Viele der Veranstaltungen können kostenlos bzw. bei freier Spende besucht werden. Ins Festival eingebettet ist der Welttag des Wienerliedes am Donnerstag, den 6. Juni. An diesem Tag findet eine DDSG-Wienerlied-Schifffahrt mit Marion Zib-Rolzhauser (Gitarre) und Erich Zib (Akkordeon) statt. Treffpunkt ist die Schiffsstation am Schwedenplatz.

Welthauptstadt mit eigenem Musikgenre

Wien ist übrigens die einzige Welthauptstadt, die ein eigenes Musikgenre, das Wienerlied, erschaffen hat. Der Welttag des Wienerliedes wurde erstmals 1966 gefeiert. Die Vereinigung „Robert Posch“, Wiener Kultur und Radio Wienerlied setzen diese Tradition mit einer jährlichen Veranstaltung fort.

Seit 2018 wird zudem einmal pro Jahr der Hermann Leopoldi-Preis für Verdienste um das Wienerlied vergeben. Der Preisträger des Jahres 2018 war Gerhard Ernst, für den diesjährigen Preis, der am 3. Juni im Marchfelderhof vergeben wird, ist Horst Chmela nominiert. Chmela wird zudem Stargast der Wienerlied-Gala am 5. Juni im Veltlinerschlössl des Heurigen Wolff in Neustift sein.

Wienerlieder sind ein unermesslicher Schatz,  der gepflegt werden soll, damit er nicht verloren geht. Darum kümmern sich unter anderem die Wienerlied-Vereine, die hauptsächlich ehrenamtlich tätig sind. Sie bekommen beim Festival die Möglichkeit, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie mannigfaltig in Wien dieses historisch wertvolle Liedgut gepflegt wird“, so Charlotte Ludwig abschließend.

Weitere Informationen: www.soklingtsinwien.at

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