Kammermusik, Kinderopern, Jazz-Abende: So vielfältig wird die neue Saison im MuTh

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Kammermusik, Kinderopern, Jazzabende oder die Konzerte der Wiener Sängerknaben – das MuTh öffnet seine Pforten für ein vielfältiges Programm. (Foto: Helmut Karl Lackner)

Im Rahmen einer informativen Präsentation, die auch via Facebook mittels Live-Stream übertragen wurde, stellte Elke Hesse, Direktorin des MuTh, das Programm für die Saison 2019/20 bei einem Tag der offenen Tür vor.

Das Interesse der Zuschauenden war sehr groß, die Kurz-Konzerte von Volkhard Steude, Franz Bartolomey, dem Simply Quartett, Flip Philipp & Bertl Mayer, Monika Ballwein, Christian Altenburger und dem Selini Quartett als Vorgeschmack auf die kommende Saison erfreuten sich großen Zuspruchs.

Ein kurzer Rückblick auf die vergangene Spielzeit zeigt, dass das Konzept der Vielfalt nachhaltig funktioniert. Rund 70.000 Besucher konnten in der Saison 2017/18 bei 268 Veranstaltungen begrüßt werden. Für die laufende Saison 2018/19 werden rund 71.000 Besucher bei 293 Veranstaltungen erwartet. Die Kampagne „Wir sind unser Publikum“ wird auch in der Saison 2019/20 weitergeführt: Das Publikum ist nicht nur auf den MuTh-Plakaten wienweit und im Saisonprogramm präsent, es wurde auch am 1. Mai zu einem Tag der offenen Tür mit zahlreichen Konzerten, die einen Vorgeschmack auf die kommende Saison geben, herzlich eingeladen.

Elke Hesse, Direktorin des MuTh: „Ich freue mich, dass unser Haus vom Wiener Publikum und von internationalen Gästen so gut angenommen wird. In der Programmierung setze ich weiterhin auf das Konzept der Vielfalt – damit sprechen wir Jung und Alt an, was die Besucherzahlen eindrucksvoll belegen. Ein spezielles Anliegen ist mir die Förderung junger, professioneller Musikerinnen und Musiker um ihnen den Start zu erleichtern. Besonders freue ich mich über unser Stammpublikum, das stetig wächst und uns treu begleitet.“

„Next Generation in the MuTh “

Kammermusik-Freunde können auch in der kommenden Saison aus einem reichhaltigen Programm wählen. Auf dem Spielplan stehen wieder Kammermusik-Konzerte mit den Bartolomeys, Volkhard Steude, Christian Altenburger, Florian Krumpöck, Daniel Ottensamer und dem Minetti-Quartett. Im Zyklus „Next Generation in the MuTh“ mit dem Simply Quartet, dem Atalante Quartett und dem Selini Quartett sind Musikerinnen und Musiker zu entdecken, die bereits internationale Erfolge gefeiert haben, aber in Österreich noch als Geheimtipp gelten.

„Welcome to the fringes“ heißt die neue Konzertreihe, die Helmut Jasbar präsentiert: An vier Abenden werden insgesamt acht verschiedene Ensembles aufspielen, die alle für eine neue „Avantgarde“ der Musizierfreude und Lebenslust stehen. Matthias Schorn, Soloklarinettist bei den Wiener Philharmonikern, zeigt in seinem Zyklus „Schorny in the MuTh“ vier spannende Abende rund um die Klarinette konzipiert.

„Aufgrund des  großen Interesses an leichter, qualitätvoller Unterhaltung gibt es in der kommenden Saison nicht nur den Zyklus ,G’mischter Satz in the MuTh’ sondern auch die zwei neuen Zyklen ,My favorites 1&2’. Zu erleben sind hier beispielsweise The Erlkings, Helen Schneider, Timna Brauer, Karl Markovics  oder Sona MacDonald & The Whizkey Brothers“, schildert MuTh-Direktorin Elke Hesse. Wer mehr über Musik erfahren will, sollte den launigen Vorträgen des Musikexperten und Kommunikationsprofis Michael Sprinzl lauschen.

„Innehalten“: Wiener Sängerknaben im MuTh

Die Erfolgsreihe der Wiener Sängerknaben „Innehalten“ geht in die mittlerweile fünfte Saison: Hier musizieren die Wiener Sängerknaben mit ihrem eigenen Männerchor und Orchester zu jeweils einem Thema, das von einem Gastredner beleuchtet wird. Kombiniert mit spiritueller Musik aus anderen Kulturen, philosophischen Texten und Dialogen wird das Publikum zum Sinnieren und – eben – Innehalten angeregt. Das musikalische Komponistenporträt „Gezeichnet: Franz Schubert“, erarbeitet von den Wiener Sängerknaben anhand von Briefen, Tagebucheinträgen und Reiseberichten mit Regisseur Michael Schachermaier, wird wieder aufgenommen. Eine Premiere stehen ebenfalls auf dem Programm: das Singspiel „Das Zauberwort“ von Josef Gabriel Rheinberger, mit dem Libretto von Franziska von Hoffnaaß (1831–1892) nach Wilhelm Hauff.

Im Rahmen des Zyklus „Kinderoper in the MuTh“ bringt die Wiener Taschenoper die Kinderoper „Der Trommler“ sowie „Jo und die Zauberblume“ ins MuTh, maßgeschneidert für Kinder ab sechs Jahren. Die Koproduktion mit dem Natalia Sats-Theater Moskau „Bilder einer Ausstellung“ erzählt die Geschichte einer Ausstellung als modernes Tanztheater. Das Singspiel „Das Zauberwort“ mit den Wiener Sängerknaben komplettiert diesen Zyklus.

Direktorin Elke Hesse: „Dass auch in dieser Saison die Schulveranstaltungen meist zu 100 Prozent ausgelastet waren, ist sehr erfreulich. Es gelingt uns, klassische Musik und Oper unterhaltsam und lehrreich zu vermitteln – das sehen wir nicht nur an den schnellen Buchungen, sondern auch an den begeisterten Rückmeldungen von Lehrern und Schülern.“

Junge Talente sind die Stars von morgen. Doch bevor es soweit ist, müssen Studierende die Möglichkeit haben, unter professionellen Bedingungen ihr Können zu beweisen. Das ist im Rahmen des Zyklus „Mozart in myhands“ möglich: Das MuTh und die Junge Philharmonie Wien geben jungen begabten Pianistinnen und Pianisten die Chance, unter professionellen Bedingungen ein Mozart-Klavierkonzert mit Orchester im Konzert zu spielen und sich damit der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ausgewählt wurden sie von einem Komitee, dem der Pianist Paul Gulda, der Klavierpädagoge Franz Zettl, die Leiterin von „prima la musica Wien“ Angelika Persterer-Ornig und Dirigent Michael Lessky angehören. Dieser MuTh-Zyklus mit allen Mozart-Klavierkonzerten ist auf drei Jahre angelegt und geht nun in die zweite Saison.

Seit Herbst 2018 kooperiert das MuTh mit der Wiener Galerie modulart. Die Künstler werden von Galerist Joe Messner in Kooperation mit Elke Hesse ausgewählt. „Ich freue mich, dass ich mit Joe Messner einen Galeristen gefunden habe, der mit den Arbeiten seiner Künstlerinnen und Künstler jene Modernität und Aktualität widerspiegelt, die auch die DNA des MuTh enthält“, so Hesse über die Grundidee dieser Zusammenarbeit. Der Ausstellungszyklus erstreckt sich über die ganze Saison, in regelmäßigen Abständen werden hierzeit genössische Künstler der Galerie modulart präsentiert.

Weitere Informationen zum Programm der kommenden Saison: muth.at

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