MuTh: Musikalische Vielfalt in allen Facetten

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MuTh-Direktorin Elke Hesse und Gerald Wirth, künstlerischer Leiter der Wiener Sängerknaben, freuen sich über den regen Publikumszuspruch der letzten fünf Spielsaisonen. (Foto: Moritz Schell)

Das MuTh, der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben in der Wiener Leopoldstadt, am Beginn des Augartens gelegen, startet wohlgemut in seine sechste Saison: Am 9. Dezember 2017 feiert das Haus sein fünfjähriges Jubiläum, und aus diesem Anlass luden die Verantwortlichen zu einer Pressekonferenz.

Ein kurzer Rückblick auf die vergangene Spielzeit zeigt, dass das Konzept der Vielfalt funktioniert: Kammermusik, Kinderopern, Klänge aus aller Welt oder die Konzerte der Wiener Sängerknaben – das vielfältige Programm des MuTh erfreut sich weiterhin regen Zuspruchs.

Rund 60.900 Besucher wurden in der Spielzeit 2015/16 bei 278 Veranstaltungen gezählt. Auch für die laufende Saison 2016/17 zeichnet sich ein gutes Ergebnis ab: Heuer werden rund 65.000 Besucher erwartet, und der Anteil des Stammpublikums wächst kontinuierlich.

Elke Hesse, Direktorin des MuTh, blickt mit Freude auf die vergangene Spielzeit zurück: „Das MuTh ist mittlerweile in der Wiener Kulturszene fest verankert. Besonders freut mich, dass der Anteil des Stammpublikums immer größer wird. Dieses schätzt nicht nur das vielfältige, ansprechende Programm, sondern auch die hervorragende Akustik und die Nähe zur Bühne, die ein echtes Eintauchen ins Geschehen möglich macht.“

Am 9. Dezember feiert das MuTh seinen fünften Geburtstag mit einem umfangreichen Programm, bei dem Künstler und Publikum gleichermaßen im Mittelpunkt stehen. Direktorin Hesse: „Ursprünglich war das MuTh nur als Konzertsaal für die Wiener Sängerknaben und einige Konzerte an freien Tagen geplant, doch dann hat das Projekt eine positive Eigendynamik bekommen, die jegliche konservative Planung hinter sich gelassen hat. Gab es in der ersten kompletten Saison (2013/14) 150 Vorstellungen mit 31.000 Besuchern, sind es nun etwa doppelt soviele Vorstellungen und Besucher: 283 Vorstellungen und 65.000 Besucher.“

Auch das MuTh-Team wurde erweitert: Waren es anfangs 20 Personen, die rund um das MuTh beschäftigt waren, sind es mittlerweile zwischen 50 und 60 Personen, die sich, in unterschiedlichen Arbeitsverhältnissen, um das Wohlergehen des Hauses kümmern.

Gute Zusammenarbeit mit Schulen und Universitäten

„Dass in der laufenden Saison die Schulveranstaltungen meist zu 100 Prozent ausgelastet waren, freut mich ganz besonders. Wir wurden unserem Anspruch, klassische Musik auf eine unterhaltsame und lehrreiche Weise zu vermitteln, offenbar gerecht – das sehen wir nicht nur an den Zahlen, sondern auch an den begeisterten Rückmeldungen seitens der Lehrer und Schüler“, so Hesse weiter. Die Kombination von Lehrer-Workshops zur Vorbereitung sowie einer kurzen Werkseinführung vor dem Stück und einer schulgerechten Aufführung wird sehr gut angenommen.

Junge Talente sind die Stars von morgen. Doch bevor es soweit ist, müssen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, unter professionellen Bedingungen ihr Können zu beweisen. Dazu Elke Hesse: „Uns ist die fruchtbare, gute Zusammenarbeit mit Schulen und Universitäten ganz besonders wichtig. In der kommenden Saison werden Kinder und Jugendliche vom Wiener Kindertheater, Studierende der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) sowie weiterer namhafter Institutionen auf der Bühne des MuTh stehen.“

Ausblick auf die Saison 2017/18

Auch in der kommenden Saison können Kammermusik-Freunde aus einem reichhaltigen Programm wählen. Direktorin Hesse: „Wir freuen uns wieder auf wunderbare Kammermusik-Konzerte mit den Bartolomeys, dem Steude-Quartett, Christian Altenburger, Gottlieb Wallisch, Vahid Khadem-Missagh, Markus Schirmer und dem Minetti-Quartett, das heuer erstmals im MuTh auftritt.“

Weiters gibt es einen Zyklus „Kammermusik anders“ mit Nikolaus Habjan, bekannt als Puppenspieler und Regisseur, oder Clara Frühstück, die Künstler aus anderen Sparten einlädt. Die neue Reihe der Wiener Sängerknaben „Innehalten“ wird fortgesetzt: Hier musizieren die Wiener Sängerknaben mit ihrem eigenen Männerchor und Orchester zu jeweils einem Thema, das von einem Gastredner beleuchtet wird. Kombiniert mit spiritueller Musik aus anderen Kulturen, philosophischen Texten und Dialogen wird das Publikum zum Sinnieren und – eben – Innehalten angeregt.

Ein neuer Zyklus wurde maßgeschneidert für musikinteressierte Kinder ab sechs Jahren: Die Wiener Taschenoper bringt die moderne Kinderoper „Der kleine Harlekin“ von Stockhausen sowie die „Zauberflöte“ in einer kindgerechten Inszenierung ans MuTh, ein Gastspiel der Oper Zürich stellt den Kindern „Hexe Hillary geht in die Oper“ vor. In der Wiederaufnahme der erfolgreichen MuTh-Produktion „The Little Sweep“ sind die Wiener Sängerknaben zu erleben.

Die Erfolgsgeschichte des MuTh wird zudem weiter fortgeschrieben. Die Pühringer Privatstiftung plant in der Schweiz, in Vitznau (Kanton Luzern), als Impuls für die Region, einen neuen Konzertsaal mit einer dem MuTh ähnlichen Struktur zu errichten. Dieser neue Konzertsaal wird auch von Elke Hesse geführt werden und soll unter anderem auch Eigenproduktionen des MuTh zeigen.

Weitere Informationen: www.muth.at

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