„Flashdance – Das Musical“: Kultfilm als mitreissende Show im Museumsquartier

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„Flashdance – Das Musical“ holt das Lebensgefühl der 80er Jahre ins Hier und Heute. (Foto: Morris Mac Matzen)

Nur noch bis 25. November können Musical-Fans die Bühnenadaption eines Film-Klassikers im Wiener Museumsquartier erleben: „Flashdance – Das Musical“ holt das Lebensgefühl der 80er Jahre ins Hier und Heute und lässt das Publikum an der packenden Geschichte über die ehrgeizigen Pläne der jungen Alex, die sich ihren großen Traum von einer Karriere als Tänzerin erfüllen möchte, teilhaben.

Im Jahr 1983 erschien der Kultfilm von Adrian Lyne mit Songs von Produzent Giorgio Moroder und Keith Forsey, und 35 Jahre danach erobert nun das „Flashdance-Feeling“ die Theater-Bühnen. Im Zentrum des Geschehens steht die 18-jährige Alexandra „Alex“ Owens, die sich tagüber als Schweißerin verdingt hat, und um über die Runden zu kommen, auch noch nachts als Tänzerin in zwielichtigen Bars arbeitet. Doch das alles kann ihren Traum nicht zerstören, denn Alex will etwas Besonderes erreichen: die Aufnahme an der Shipley Tanzakademie in Pittsburgh, wo sie eine klassische Tanzausbildung absolvieren möchte. In ihrem Chef Nick findet sie einen Mitstreiter, die beiden verlieben sich, und es entwickelt sich eine Beziehung mit Höhen und Tiefen. Nick nutzt seine Kontakte und verschafft Alex die Chance ihres Lebens, ein Vortanzen. Doch wird es die Autodidaktin ohne bisherige, professionelle Ausbildung schaffen, oder zerplatzt ihr Traum wie eine Seifenblase?

In der rasanten Regie von Anders Albien und der Choreographie von Jennie Widegren singt und tanzt ein fulminantes Ensemble, allen voran Hannah Leser in der Rolle der Alex, die als stimmgewaltiges Jungtalent und mit grandiosen Tanzszenen überzeugt. Als ihre Mentorin Hannah glänzt Gitte Hænning, die für Alex eine strenge, aber liebevolle mütterliche Vertraute ist und ihr als ehemalige Balett-Tänzerin hilft, den eigenen künstlerischen Weg zu finden. Sasha Di Capri brilliert als charmanter Firmenchef Nick, der seiner Mitarbeiterin Alex ehrlich zugetan ist, jedoch Schwierigkeiten hat, seine Gefühle adäquat zu zeigen. Ann Sophie Dürmeyer ist eine stimmgewaltige Gloria, für die ihre Freundin Alex in die Bresche springt, nachdem Gloria sich vom undurchsichtigen Nachtclub-Besitzer C. C. zu einem Engagement überreden ließ. Michael Sattler beeindruckt als herzloser C. C. ebenso wie Joachim Kaiser, der als sanftmütiger Barbesitzer Harry und Konkurrent von C. C. seine liebe Not hat, seinen Club über Wasser zu halten. Als Harrys Neffe und Freund von Gloria gefällt Konstantin Busack, der in der Showbranche groß herauskommen möchte, seine Lektion aber erst lernen muss. Nicht zuletzt imponiert Tanja Rübcke in einer Doppelrolle als Hannahs Pflegerin Louise und als herablassende Akademiedirektorin Ms. Wilde.

Gitte Hænning glänzt als ehemalige Ballett-Tänzerin Hannah. (Foto: Morris Mac Matzen)

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Damian Omansen, die Premiere wurde von Gleb Pavlov dirigiert, der sein Orchester zu schwungvollen Höchstleistungen anleitete. Das Bühnenbild entwickelte Andreas Bini, die beeindruckende Lichttechnik wurde von Palle Palmé arrangiert. Die Show wird in deutscher Sprache gespielt und gesungen, die Klassiker jedoch wie „Flahdance – What a feeling“, „Maniac“, „I love Rock’n’Roll“ und „Gloria“ begeistern im englischen Original.

Drehbuchautor Tom Hedley und Filmregisseur Robert Cary schrieben das Buch zu „Flashdance – Das Musical“, die ergänzend komponierte Musik stammt aus der Feder von Robbie Roth, für die Songtexte zeichnen Robbie Roth und Robert Cary verantwortlich. Für die schwedische Produktion, die von 2014 bis 2015 in Stockholm zu sehen war, wurde die Originalversion, die im Jahre 2008 in England Premiere hatte, überarbeitet und technisch modernisiert. Mit zeitgemäßen Tanzsequenzen und neuen, technischen Raffinessen ausgestattet, holt diese Show nicht nur die Fans der 80er Jahre ab, sondern bringt Musical-Freunde jeden Alters zusammen.

„Flashdance – Das Musical“: noch bis 25. November im Museumsquartier Wien (Halle E), Tickets: www.oeticket.com

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