
Nicht nur ein rundes Jubiläum, nein, gleich fünf an der Zahl waren der Anlass zu einem gediegenen Stelldichein zahlreicher Freunde, Familienangehöriger und Weggefährten, die der Einladung in den Marchfelderhof gefolgt waren: Denn dort feierte Marcus Strahl das 20. Jahr seiner Intendanz der Wachaufestspiele Weißenkirchen, 25 Jahre Direktionstätigkeit der Neuen Bühne Wien (früher: Schaubühne Wien), 30 Jahre seines Wirkens als Regisseur, 40 Jahre Bühnenpräsenz und 200 Engagements in Theaterproduktionen (79 Regien, 121 Rollen).

Keine Frage, dass es hier mehr als genug Gesprächsstoff gibt! Und so wurde die Gästeschar nicht nur kulinarisch verwöhnt, sondern durfte zwischen den Gängen auch grandiose künstlerische Gustostückerln genießen. Zahlreiche Kulturschaffende – allen voran Ehefrau Leila Strahl, das Leading Team und Ensemble der Produktionen der diesjährigen Wachaufestspiele, Theaterprinzipalinnen und -prinzipale wie Michaela Ehrenstein, Claudia Rohnefeld und Michael Mittermeir, Tamara Trojani und Konstantin Schenk sowie Stefan Mras, Schauspielerinnen und Schauspieler bzw. Sängerinnen und Sänger wie Dany Sigel, Edith Leyrer, Gabriela Benesch und Erich Furrer, Natascha Shalaby, Maya Hakvoort, Susanna Hirschler, Monica Ballwein, Stephan Paryla-Raky, Ramesh Nair und viele andere – lauschten gebannt, als Daniela Lehner und Georg Hasenzagl (beide waren heuer in der Krimi-Komödie „Die geraubte Venus“ in Weißenkirchen zu sehen) ein beschwingtes Musical-Best-Of darboten.

In einem charmant geführten Interview ließ Schauspieler Felix Kurmayer das reichhaltige Theaterschaffen seines Kollegen und Freundes Marcus Strahl gemeinsam mit diesem auf der Bühne Revue passieren – von seinen Berufsanfängen bis hin zu seiner liebsten Produktion. Diese, so meinte der Jubilar, war wohl das Stück „Hoheiten in Nöten“ von Jaques Deval, in dem er 2010 mit seinen Eltern Waltraut Haas und Erwin Strahl (der auch Regie führte) sowie Gattin Leila gemeinsam auf der Bühne der Wachaufestspielen stand – was für Momente der Rührung unter den Anwesenden sorgte. Marcus Strahl betonte überdies, dass es ihm ein großes Anliegen sei, Theater für das Publikum zu machen und nicht für eigene Eitelkeiten. Nik Raspotnik glänzte danach mit einigen Kostproben aus seiner Peter-Alexander-„Feierabend“-Show, mit der er auch am 23. August bei den Wachaufestspielen gastieren wird. Und last but not least sorgten Andy Lee Lang und Werner Auer für einen musikalisch-schwungvollen Ausklang des Abends.

Das viergängige Menü von Küchenchef Christian Langer – hausgebeizter Baltiklachs, Paradeis-Kaltschale, zart geschmorter Rinderbraten und zum Abschluss ein Mariandl-Parfait – ließ kulinarisch keine Wünsche offen, Küchen- und Serviceteam leisteten ein Bravourstück. In diesem Sinne: Man darf gespannt sein, was die kommende Theatersaison mit sich bringt und mit welchen Stückentdeckungen die Neue Bühne Wien aufwarten wird!
