Einrad, Barren, Diabolo: Backstage-Besuch beim Cirque du Soleil

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Größte Körperbeherrschung ist bei den Kunststücken am Barren vonnöten. (Foto: Anja Schmidt)

Am kommenden Dienstag (12. März) feiert „Totem“, die neueste Zeltshow des Cirque du Soleil, im Grand Chapiteau in Neu-Marx seine Wien-Premiere. Unter der Regie von Robert Lepage präsentieren 46 Akrobaten, Zirkuskünstler und Musiker aus 19 Ländern ein glanzvolles, farbenprächtiges Zirkusereignis.

Auf einer Insel, die an die Form einer Riesenschildkröte erinnert, zeichnet „Totem“ die Geschichte der Menschheit nach – von ihren amphibischen Ursprüngen bis zur Verwirklichung der Utopie vom Fliegen. Die Show zeigt Verbindungen zum kollektiven Ursprung der Menschheit und den Gattungen auf, die den Planeten mit uns teilen.

Nico Pires ist ein Meister seines Fachs: Mit großer Präzision hält er seine Diabolos in Balance. (Foto: Anja Schmidt)

Schon bei einem Backstage-Besuch im Künstlerzelt wird klar, welche Vollprofis hier am Werk sind. Spannung und Nervenkitzel machen sich breit, wenn drei chinesische Einradfahrerinnen mit Schüsseln jonglieren – es gilt, die Gefäße mit den Füßen in die Luft zu werfen und sie mit dem Kopf aufzufangen, ohne die Hände zu benutzen. Auch der französische Artist Nico Pires ist ein Meister seines Fachs: Mit großer Präzision hält er seine Diabolos in Balance, wirft diese in die Höhe, um sie Augenblicke später gekonnt mit seinem Seil wieder einzufangen. Größte Körperbeherrschung ist auch bei den Kunststücken am Barren vonnöten, wenn die Akrobaten, unterstützt von einem Trampolin, von einer Stange zur nächsten springen.

„Warum finden wir den Zirkus so faszinierend? Es handelt sich um eine Disziplin, bei der die Darsteller stets über sich hinauswachsen müssen. Wir werden Zeuge der Verwandlung des menschlichen Wesens. In der kurzen Zeit, in der sie sich in der Luft befinden oder akrobatische Kunststücke vollführen, wachsen Artisten
über sich hinaus – sie sind Halbgötter, die uns in die Welt der Mythologie transportieren“, bringt Autor und Regisseur Robert Lepage das Faszinosum Zirkus auf den Punkt.

Die Kostüme, entworfen von Kym Barrett, sind Kunstwerke für sich. Mehr als 700 Einzelteile – vom Trikot bis zu den Schuhen und dem Kopfschmuck – werden von einem eigenen Team gehegt und gepflegt, für Ausbesserungsarbeiten ist auch eine Nähmaschine vorhanden.

Hoch auf dem Einrad: Es gilt, die Schüsseln in luftiger Höhe mit den Füßen in die Luft zu werfen und sie mit dem Kopf aufzufangen. (Foto: Anja Schmidt)

Wer sich von der bildstarken Show selbst überzeugen möchte: Von 12. März bis 22. April gastiert der Cirque du Soleil mit „Totem“ in Neu-Marx.

„Totem”: Grand Chapiteau des Cirque du Soleil, 3., Karl-Farkas-Gasse (Neu-Marx), 9. März (Gala-Premiere: 12. März) bis 22. April

Tickets: www.oeticket.com, www.wien-ticket.at

Weitere Informationen: www.cirquedusoleil.com

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