Bronski & Grünberg-Theater: Rasanter „Szenenwechsel“ mit Witz, Herz und Ohrfeigen

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„Szenenwechsel“ im Bronski & Grünberg-Theater: Im Stil einer öffentlichen Generalprobe spielen sich Doris Hindinger und Alexander Jagsch durch den Kosmos der Hollywoodgeschichte. (Foto: Marco Zimprich)

Der Titel des Stücks – „Szenenwechsel“ – ist Programm: „Casablanca“, „Der Hofnarr“, „Harry und Sally“ und andere Klassiker der Filmgeschichte hat Alexander Jagsch in sein Bühnenerstlingswerk vermengt, um damit ein höchst vergnügliches Potpourri aus den berühmtesten Szenen zu kreieren.

Alexander Hauer hat das Schauspiel, das seine Wien-Premiere im Bronski & Grünberg-Theater erlebte, mit Jagsch selbst, Doris Hindinger und Boris Fiala sehr dynamisch inszeniert. Letztgenannter tritt als Musiker und Geräuschemacher in Aktion.

Im Stil einer öffentlichen Generalprobe spielen sich Hindinger und Jagsch als Doris und Ali durch den Kosmos der Hollywoodgeschichte. In rasantem Tempo und mit viel Körpereinsatz schlüpfen die beiden in die unterschiedlichsten Rollen und hinterfragen die filmischen Begebenheiten.

Da gerät das Treffen von Harry und Sally im Restaurant zum buchstäblichen Höhepunkt, dürfen Rick und Ilsa aus „Casablanca“ ihre Beziehungskiste reflektieren und wird „Dirty Dancing“ mit Wienerischem Einschlag präsentiert. Gegenseitige Regieanweisungen, was Ausspracheregeln betrifft („Rhett und nicht Rrrrett!“), sorgen für zusätzliche Situationskomik.

Knappe 90 Minuten lang entfesseln Hindinger und Jagsch, beide auf hinreissende Art und Weise, einen furiosen Schlagabtausch, der – mit bestem Timing für die Pointen – große Heiterkeit entfacht. Und beide eine ganze Palette an Gemütsverfassungen durchleiden lässt: Da wird geherzt und geschmachtet und geohrfeigt und gestritten.

Fiala sorgt als stummer Kommentator für eine authentische Geräuschkulisse, von Windspiel bis zum klackenden Feuerzeug, und begleitet das Geschehen abwechselnd auf dem Metallophon, Keyboard und Cello. Interaktion ist zum Abschluss noch gefragt, wenn das Publikum bei einem Film-Quiz miträtseln darf.

Hier bleibt kein Auge trocken!

Gespielt wird am 11./12. Februar sowie am 18. und 24. Februar im Bronski & Grünberg-Theater (9., Müllnergasse 2), Beginn: jeweils 19.30 Uhr.

Weitere Informationen: www.bronski-gruenberg.at

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