Kultur

„Fürstin vom Weinberg“ und „Hofrat Geiger“: Musikalische Komödien bei den Wachaufestspielen Weissenkirchen

Der prachtvolle Teisenhoferhof in Weissenkirchen ist auch heuer wieder Schauplatz für musikalisches Sommertheater von Format: In ihrer 13. Spielsaison präsentieren die Wachaufestspiele Weissenkirchen unter der Intendanz von Marcus Strahl die Uraufführung der Komödie „Die Fürstin vom Weinberg“, verfasst von Peter Hofbauer und seiner Tochter Florentina, die damit erstmals als Autorenduo firmieren. Die spannend-amüsante Geschichte, angesiedelt im Jahr 1853, handelt von einer Wirtin namens Regina Fürst, die durch ihre Verbindung zu

30. Künstlergespräch der Johann Strauss-Gesellschaft Wien

In den stilvollen Räumlichkeiten des Lehárschlössels in der Döblinger Hackhofergasse 18 (von 1802 bis 1812 wohnte hier Emanuel Schikaneder, Librettist von Mozarts „Die Zauberflöte“, und von 1932 bis 1944 der Operettenkomponist Franz Lehár, der in dieser Zeit „Giuditta“ verfasste) fand das nunmehr 30. Künstlergespräch der Johann Strauss-Gesellschaft Wien mit Präsident Prof. Mag. Peter Widholz und seinem charmanten Gast, Honorarvizekonsulin Birgit Sarata, statt. Die aus der Wiener Leopoldstadt stammende Opern- und

Franzobels „Das Floß der Medusa“: TheaterArche sucht Unterstützer für Crowdfunding-Projekt

Das Ensemble TheaterArche plant für das kommende Jahr, ein Großprojekt auf die Bühne zu stellen: Franzobels Roman „Das Floß der Medusa“ soll in einer dramatisierten Fassung im Frühjahr 2018 in einem namhaften Wiener Theater zu sehen sein. Noch bis 15. Juli läuft eine Crowdfunding-Aktion, die die erste Teilfinanzierung des Projekts darstellt. Die KULTUR-SCHATULLE sprach mit Jakub Kavin über seine Begeisterung für Franzobels Meisterwerk, das Konzept zur geplanten Großproduktion und den

„Macbeth“ auf Schloss Marchegg: Jüngstes Sommertheaterfestival Niederösterreichs geht an den Start!

Am 7. Juli feiert der Shakespeare-Klassiker „Macbeth“ des Theater Pur – des jüngsten niederösterreichischen Sommertheaters – vor der romantischen Kulisse des Schlosses Marchegg seine blutrünstige Premiere. Um den Hauptdarstellern einen authentischen Einblick in die rauen Sitten des elften Jahrhunderts zu vermitteln, wurden Alexander Strobele, Tini Kainrath, Oliver Baier, Alexandra Maria Timmel, Rainer Stelzig und Bernhard Majcen von den Schwertkampf-Profis von „Rittersporn – Armae Vitusque“ in der Hofjagd- und Rüstkammer des

teatro caprile: Auf der Flucht ins gelobte Land durch die Krimmler Bergwelt

Das Ensemble teatro caprile spürt auf geführten Tageswanderungen im Rahmen des Stationen-Theaterstücks „Geschlossene Grenzen – Gefährliche Flucht. Ins gelobte Land – Eretz Austria“ den Schicksalen der jüdischen „displaced persons“ nach, die im Sommer des Jahres 1947 die Flucht durch die Krimmler Bergwelt wagten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnten oder wollten die meisten osteuropäischen Juden, die den Holocaust überlebt hatten, nicht mehr in Europa bleiben. In den Jahren 1945

BDU Theatre mit „Posh“ im Theater Brett: Ein Dinner-Club probt den Aufstand

Das BDU (Beyond Down Under) Theatre geht mit seiner fünften Produktion, innerhalb von zwei Jahren, an den Start: Kommenden Dienstag (13. Juni) hat Laura Wades „Posh“ in der Inszenierung von Brian Hatfield im Theater Brett Premiere. In ihrem Stück thematisiert Wade, Jahrgang 1977, die Begebenheiten innerhalb eines elitären Studentenzirkels in Oxford, The Riot Club. Zehn hochambitionierte angehende Akademiker wollen die (politische) Welt aus den Angeln heben und verabreden sich zu

Waltraut Haas feierte 90. Geburtstag: Im Cabriolet zum rauschenden Fest

Filmreif im roten Oldtimer-Cabriolet kam Waltraut Haas am 7. Juni bei strahlendem Sonnenschein nach Deutsch-Wagram, wo sie mit Familie, Freunden und Kollegen ihren 90. Geburtstag feierte – den tatsächlichen Geburtstag verbrachte Österreichs größte lebende Volksschauspielerin zwei Tage später auf der Bühne des Wiener Gloria-Theaters, wo sie noch bis 27. Juni im Stück „Der Himmel auf Erden“ eine schrullige Erbtante spielt. Nach einem Platzkonzert der Polizeimusik Wien unter dem Ehrenschutz von

„Was geschah mit Baby Jane?“ im Theater Center Forum: Geschwisterhass und Diven-Fehde

Ein fesselndes Psychogramm über die unheilvolle Verbindung einer älteren Schwester, die einst ein Kinderstar war, zu ihrer jüngeren, einer früheren Leinwandgröße, die seit einem Unfall auf den Rollstuhl angewiesen ist: Das ist Henry Farrells Bühnenwerk „Was geschah mit Baby Jane?“ („What ever happened to Baby Jane?“, deutsche Übersetzung: Frank Thannhäuser), das auf seinem eigenem Roman basiert und von Robert Aldrich mit Bette Davis und Joan Crawford im Jahre 1962 kommerziell

Komödie am Kai feiert 35-jähriges Jubiläum: „Frühere Verhältnisse“ zwischen Sein und Schein

Gleich vorweg: Diese Nestroy-Inszenierung sollte man keinesfalls versäumen! Zeitlos und sich ganz dem Wortwitz des großen Wiener Satirikers verschreibend, hat Peter Josch eines der Spätwerke von Johann Nepomuk Nestroy, „Frühere Verhältnisse“, für die Komödie am Kai inszeniert. Der Einakter, eine Posse mit Gesang (musikalische Leitung: Walter Lochmann), nimmt die ambivalenten Moralvorstellungen der bürgerlichen Gesellschaft aufs Korn und entlarvt diese mit beißendem Scharfsinn: Der wohlhabende Holzhändler Herr von (!) Scheitermann ist

„Hundswetter“ im Theater Die Neue Tribüne: Drei Frauen und ein Wolkenbruch mit Folgen

Ein heftiger Wolkenbruch zwingt drei junge Frauen zur Einkehr in ein Pariser Bistro. Im Hinterzimmer des Lokals trifft das Trio aufeinander: Helene, die toughe Karrierefrau, steht kurz vor einer wichtigen Präsentation im Büro, Lulu, vage mit Helene bekannt, ist Inhaberin einer Dessous-Boutique, und Gabriele, deren Hoffnungen auf eine neue Beziehung soeben enttäuscht wurden, ist arbeitslos und die dritte im Bunde. Nach anfänglichen Sticheleien, die Lulu dank ihrer Unbedarftheit provoziert, offenbaren