Innere Stadt

Komödie am Kai feiert 35-jähriges Jubiläum: „Frühere Verhältnisse“ zwischen Sein und Schein

Gleich vorweg: Diese Nestroy-Inszenierung sollte man keinesfalls versäumen! Zeitlos und sich ganz dem Wortwitz des großen Wiener Satirikers verschreibend, hat Peter Josch eines der Spätwerke von Johann Nepomuk Nestroy, „Frühere Verhältnisse“, für die Komödie am Kai inszeniert. Der Einakter, eine Posse mit Gesang (musikalische Leitung: Walter Lochmann), nimmt die ambivalenten Moralvorstellungen der bürgerlichen Gesellschaft aufs Korn und entlarvt diese mit beißendem Scharfsinn: Der wohlhabende Holzhändler Herr von (!) Scheitermann ist

„Hundswetter“ im Theater Die Neue Tribüne: Drei Frauen und ein Wolkenbruch mit Folgen

Ein heftiger Wolkenbruch zwingt drei junge Frauen zur Einkehr in ein Pariser Bistro. Im Hinterzimmer des Lokals trifft das Trio aufeinander: Helene, die toughe Karrierefrau, steht kurz vor einer wichtigen Präsentation im Büro, Lulu, vage mit Helene bekannt, ist Inhaberin einer Dessous-Boutique, und Gabriele, deren Hoffnungen auf eine neue Beziehung soeben enttäuscht wurden, ist arbeitslos und die dritte im Bunde. Nach anfänglichen Sticheleien, die Lulu dank ihrer Unbedarftheit provoziert, offenbaren

Jürgens-Hommage im CasaNova Wien: Udos Universum in Liedern und Worten

Sehr persönliche Erinnerungen aus seinem Leben, die Udo Jürgens der Nachwelt hinterlassen hat, dazu seine populärsten Evergreens, aber auch nicht so bekannte Melodien – das sind die Ingredienzen des Programms, das Gabriela Benesch, Hannes Rathammer, Alexander Blach-Marius und Hubert Koci unter dem Motto „Udo Jürgens – Sein Leben, seine Liebe, seine Musik!“ im Rahmen einer Tour durch die Bundesländer präsentieren. Bei der gelungenen Premiere im Wiener CasaNova konnte das Publikum

KiP – Kunst im Prückel: Salon Zuckerkandl – 1938 geschlossen!

Im Jahre 1931 gründete Stella Kadmon mit dem „Lieben Augustin“ im Souterrain des Café Prückel in der Wiener Biberstraße ein Kabarett, das die Ära der politisch-literarischen Kleinkunstbühnen in Wien einleitete. Da das Geld knapp war, wurde mit der damaligen Inhaberin des Prückel eine Konsumationsbeteiligung anstelle von Miete vereinbart und mit „Gugelhupf und Satire, Likör und Kitsch, Würstel und Seele“ geworben. Vor genau zehn Jahren wurde das Theater als „KiP. Kunst

Ronacher: „Don Camillo & Peppone“ und die Kraft der Versöhnung

Don Camillo und Peppone, Hauptfiguren mehrerer Romane von Giovannino Guareschi (ab 1948) und berühmter Verfilmungen mit Fernandel und Gino Cervi (zwischen 1952 und 1965), feiern im gleichnamigen Musical fröhliche Urständ. Grammy-Preisträger Michael Kunze und „Felicità“-Komponist Dario Farina haben ein heiteres, unbeschwertes Stück rund um den Pfarrer von Boscaccio und den neuen Bürgermeister Peppone geschaffen, das die gesellschaftliche Aufbruchsstimmung im ländlichen Italien der 1950er-Jahre, in der es um Miteinander, Toleranz und

„Frauen sind keine Engel“: Packende Filmgeschichte in Noten

Ein spannendes Kapitel Film- und Zeitgeschichte schlagen Susanne Marik (Gesang) und Béla Fischer (Klavier) in ihrem neuen Programm „Frauen sind keine Engel“ (Buch und Regie: Gerald Szyszkowitz) auf. Im Fokus steht der frühe deutschsprachige Tonfilm: Das Künstler-Duo lässt die berühmtesten Evergreens aus düstersten Zeiten – aus Filmen der 1930er und 40er Jahre – wieder aufleben, dazu bietet Marik wissenswerte Details zur Entstehungsgeschichte des jeweiligen Streifens dar. Die UFA (Universum-Film AG) wurde

„Der dressierte Mann“ in der Komödie am Kai: Ein Frauenversteher in der Bredouille

Damit hat er nicht gerechnet: Frauenversteher Andreas, der seine Liebste mit einem romantischen Candlelight-Dinner samt Heiratsantrag überraschen möchte, fällt aus allen Wolken, als ihm seine Lebensgefährtin Laura eröffnet, befördert worden zu sein. Die perfekte Beziehung auf Augenhöhe ist im Nu ramponiert, zumal sich Andreas selbst Hoffnungen auf den Posten in der Top-Etage gemacht hat und Laura zudem auch noch ein Vielfaches von seinem Gehalt verdienen wird. Und für Andreas ganz

Stimmiges Internationales Neujahrs-Chorkonzert im Wiener Musikverein

Im Großen Musikvereinssaal, der als einer der schönsten und akustisch besten Säle der Welt gilt, ging am 5. Februar das schon traditionelle Internationale Neujahrs-Chorkonzert des Wiener Schubertbundes mit japanischen Chören – diesmal mit dem Frauenchor Amapola, Chor Togashi, Nagawa Green Harmony und Frauenchor Hitachi – über die Bühne. Zauberhafte alte japanische Volks- und Kinderlieder standen genauso auf dem Programm wie eine Jazzmesse, festliche Mambo-Musik oder Klänge von Schubert, Mozart und

Eine Familie zwischen Tradition und Moderne: Vienna Theatre Project mit „The Who and the What“ im Bar & Co.

„The Who and the What“, ein Stück des US-amerikanischen Dramatikers Ayad Akhtar (geboren 1970 in New York City), hat Joanna Godwin-Seidl für das Vienna Theatre Project inszeniert. Die Produktion feiert morgen (13. Februar) als europäische Erstaufführung Premiere im Theater Drachengasse. Akhtars Werk ist eine tiefgründige Komödie über eine Familie, die sich zwischen Tradition und Moderne bewegt: Protagonistin Zarina, eine Schriftstellerin und muslimische Feministin, schreibt an einem hoch kontroversiellen Buch. Zwar

Komödie am Kai: Ein Chaos rund um pikante Pakete – und wie man sie wieder los wird

Es könnte alles perfekt sein: Das frischgebackene Ehepaar Francesca und Marcello kommt aus den Flitterwochen zurück, möchte die traute Zweisamkeit genießen – doch stattdessen wird das junge Glück auf eine harte Probe gestellt. Francesca, die nebenbei zum Haushaltseinkommen beitragen will, erhält per Post eine Sendung mit vermeintlichen Gesundheitsprodukten aus Bio-Algen, die sie gewinnbringend verkaufen möchte. Beim Öffnen des Pakets stellt sich jedoch heraus, dass statt der Diätartikel pikantes Spielzeug für Erwachsene