Alsergrund

Volksoper Wien: „Vivaldi“ – ein Leben voller Extreme und Widersprüche

Die opulente Uraufführung von Christian Kolonovits’ Werk „Vivaldi – Die fünfte Jahreszeit“ (Dirigent: Christian Kolonovits, Regie: Direktor Robert Meyer) an der Wiener Volksoper geriet zum Mega-Erfolg. Bei seinem Volksoperndebüt in der Rolle des Protagonisten zu bewundern: der internationale Musicalstar Drew Sarich. Seinen Gegenspieler, Kardinal Ruffo, spielte Morten Frank Larsen, Vivaldis Muse und Geliebte Annina Girò wurde von Rebecca Nelsen verkörpert, in der Rolle Carlo Goldonis war Boris Pfeifer zu sehen.

„Was geschah mit Baby Jane?“ im Theater Center Forum: Geschwisterhass und Diven-Fehde

Ein fesselndes Psychogramm über die unheilvolle Verbindung einer älteren Schwester, die einst ein Kinderstar war, zu ihrer jüngeren, einer früheren Leinwandgröße, die seit einem Unfall auf den Rollstuhl angewiesen ist: Das ist Henry Farrells Bühnenwerk „Was geschah mit Baby Jane?“ („What ever happened to Baby Jane?“, deutsche Übersetzung: Frank Thannhäuser), das auf seinem eigenem Roman basiert und von Robert Aldrich mit Bette Davis und Joan Crawford im Jahre 1962 kommerziell

„Der Doppelfehler“ im Theater Center Forum: Beziehungsstress in Neuauflage

Freunde komödiantischer Bühnenkost kommen im Theater Center Forum derzeit wieder einmal voll auf ihre Rechnung: „Der Doppelfehler“ (uraufgeführt 1987 in Sydney) ist ein witziges Lustspiel des australischen Autors Barry Creyton (geboren 1939 in Brisbane), das sich um den Beziehungswahnsinn eines Ex-Ehepaares dreht, das einen Neustart in Sachen Zweisamkeit wagt. Seit fünf Jahren sind Alex und George bereits geschieden, als sie einander im Nobel-Restaurant wieder begegnen. Sie ist nunmehr verheiratet mit

Theater Center Forum: Eine Meisterin der Manipulation und ihr mörderischer Plan

Eva ist eine Meisterin der Manipulation – und alles, was sie sich in den Kopf setzt, muss auch so geschehen. Geschickt fädelt sie es ein, dass der junge Mann, den sie am Strand kennenlernt, nach und nach zum willenlosen Wesen mutiert. Bruno, der Unglücksrabe, verfällt der jungen, hübschen, augenscheinlich fürsorglichen Frau, und schon ist es um sein beschauliches Dasein geschehen. Eva gelingt es mühelos, die Obrigkeit davon zu überzeugen, dass

Gewinnspiel des Monats

ABGELAUFEN! Die KULTUR-SCHATULLE freut sich, 1 x 2 Freikarten für die Vorstellung von „Wildwechsel“ am Freitag, den 5. Mai, im Theater Experiment verlosen zu dürfen. Rochus Millauer hat Franz Xaver Kroetz’ sozialkritisches Familiendrama „Wildwechsel“ im Theater Experiment als intensives Rebellionsstück mit einem starken Ensemble inszeniert. Wer teilnehmen möchte, sendet bis 3. Mai (23.59 Uhr) ein E-Mail mit dem Kennwort „Gewinnspiel: Wildwechsel“ an folgende Adresse: kulturschatulle@gmx.at. „Wildwechsel“ ist noch bis 6.

„Wildwechsel“ im Theater Experiment: Rebellion bis zur Katastrophe

Die Liebesgeschichte zwischen einem jungen Mädchen und einem älteren Burschen wird einer ganzen Familie zum Verhängnis. Erika, 13 Jahre alt, knüpft zarte Bande zum 19-jährigen Alfred. Die Eltern verbieten ihrer Tochter den Umgang mit dem jungen Mann, aus Angst, ins Gerede bei den Nachbarn zu kommen. Erika widersetzt sich dem elterlichen Wunsch, trifft sich weiter mit Alfred, der dafür eine Haftstrafe ausfasst. Als er wegen guter Führung entlassen wird, setzen

„Die Unschuld vom Lande“ im Bronski & Grünberg-Theater: Operetten-Potpourri mit Spaßfaktor

Alles begann mit einem großen grünen Fächer, den Ruth Brauer-Kvam geschenkt bekommen hatte: Er gehörte einst der Operetten-Diva Fritzy Massary (1882 bis 1969), die in Danzers Orpheum am Wiener Alsergrund große Erfolge feierte, später nach Berlin ging und auch bei den Salzburger Festspielen auftrat. Massarys Fächer inspirierte Brauer-Kvam zum Arrangement eines Potpourris aus zündenen Melodien und erheiternden Texten, einer Hommage an die Operette und zu Ehren der großen Sängerin: Unter

„Party für eine Leiche“ im Theater Center Forum: Krimi-Spannung als raffiniertes Katz-und-Maus-Spiel

Mit einer schwarz-weiß-schaurigen Filmsequenz startet Patrick Hamiltons Kriminalstück „Party für eine Leiche“ („Rope“) auf der Bühne des Theater Center Forums: Die junge Studentin Eva (Leonie Reiss) wird in der Wohnung zweier Kommilitoninnen kaltblütig mit einem Strick erdrosselt. Johanna und Charlotte haben aus Lust am – vermeintlich – perfekten Mord das Verbrechen gemeinschaftlich geplant, erstere als ausführende und treibende Kraft, die zweitgenannte als nervenschwache Komplizin. Eiskalt und berechnend wird das Mordopfer

„Die Sakrilegia“ im Theater Experiment: Gefühle, Gelübde und ein Tagebuch aus der Vergangenheit

Eine junge Frau, nach einem Gewitter völlig durchnässt, quartiert sich in einem katholischen Pfarrhof ein. Von der Haushälterin und der Mesnerin mit Argwohn betrachtet, wird sie vom Hausherrn freundlich aufgenommen. Allmählich wird klar, wer die Fremde ist und was sie will: Selma führt ein Tagebuch mit brisantem Inhalt mit sich, das sie von ihrer mittlerweile verstorbenen Mutter erhalten hat. Und zornig konfrontiert sie den Pfarrer mit ihrem Wissen, der alsbald

Bronski & Grünberg-Theater: Rasanter „Szenenwechsel“ mit Witz, Herz und Ohrfeigen

Der Titel des Stücks – „Szenenwechsel“ – ist Programm: „Casablanca“, „Der Hofnarr“, „Harry und Sally“ und andere Klassiker der Filmgeschichte hat Alexander Jagsch in sein Bühnenerstlingswerk vermengt, um damit ein höchst vergnügliches Potpourri aus den berühmtesten Szenen zu kreieren. Alexander Hauer hat das Schauspiel, das seine Wien-Premiere im Bronski & Grünberg-Theater erlebte, mit Jagsch selbst, Doris Hindinger und Boris Fiala sehr dynamisch inszeniert. Letztgenannter tritt als Musiker und Geräuschemacher in