„Tulifant“ im MuTh: Verzauberung und Erlösung des Planeten Erde

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„Tulifant“: Pelzchen und Fridolin helfen der vom Fortschritt bedrängten Prinzessin Smaragda. (Foto: Lukas Beck)

Ein Märchenspiel über Verzauberung und Erlösung des Planeten Erde feiert am 12. Mai im Wiener MuTh Premiere: Die Oper „Tulifant“, komponiert von Gottfried von Einem (1918 bis 1996) mit einem Libretto von Lotte Ingrisch, ist eine Parabel über die Verwüstung der Erde durch die menschliche Gier.

Im Juni übersiedelt die Inszenierung, die mit dem Schloss Esterhazy koproduziert wurde, ebendorthin. Regie führen Beverly und Rebecca Blankenship (Ausstattung: Elisabeth Binder-Neururer), für die musikalische Leitung zeichnet Caspar Richter verantwortlich. Die zauberhafte Oper für die ganze Familie eignet sich für Kinder ab acht Jahren.

Prinzessin Smaragda, die Erde, wird von Wüsterich im Namen des Fortschritts brutal ausgebeutet. Nur ein Kind kann sie erlösen – Smaragdas Sohn Fridolin, wenn es ihm gelingt, seinen Vater Tulifant aus der Unterwelt zu holen. Fridolin macht sich auf, ausgestattet mit drei Wünschen und einem Zaubertuch. Unterwegs trifft er den verschnupften Drachen Müff Müff und die Katze Pelzchen. Gemeinsam und mit den richtigen Wünschen finden sie den Weg. Zu guter Letzt wird Fridolin zum neuen Tulifant und gibt damit der Erde und ihren Menschen die Hoffnung auf ein neues Leben.

Gottfried von Einem schrieb seine letzte vollendete Oper „Tulifant“ im Auftrag des Theaters an der Wien nach einem Libretto seiner Ehefrau Lotte Ingrisch (*1930). Die Anregung dazu kam von Franz Häussler, dem seinerzeitigen kaufmännischen Direktor der Vereinigten Bühnen Wien. Obwohl Einem die Oper bereits im Jahr 1984 fertigstellte, gelangte sie erst am 30. Oktober 1990 im Ronacher zur Uraufführung. Das Ensemble der Vereinigten Bühnen Wien spielte unter der Leitung von Caspar Richter, der auch im Jahr 2018 die musikalische Leitung innehat.

„Tulifant“: MuTh (2., Am Augartenspitz 1),

Weitere Informationen: www.muth.at

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