Stufenbarren und Schleuderbrett: Cirque du Soleil gastiert mit „Amaluna“ in Wien

Stufenbarren und Schleuderbrett: Cirque du Soleil gastiert mit „Amaluna“ in Wien
Cirque du Soleil in Wien: „Amaluna“ gastiert bis 17. April im Grand Chapiteau in Neu-Marx. (Alle Fotos: Anja Schmidt)

Nervenkitzel bei den Proben im Grand Chapiteau, Backstage-Feeling im Künstlerzelt: Morgen feiert „Amaluna“, die 33. Show des Cirque du Soleil, Premiere in Wien, heute nachmittag fand eine spannende Führung hinter die Kulissen der Produktion statt.

Einige Impressionen aus den Zirkuszelten in Neu-Marx: Körperbeherrschung pur an den Stufenbarren, der Waterbowl und dem Schleuderbrett gab es zu bestaunen, interessante Gespräche mit Larry (Head of Wardrobe) und Clown Aaron standen auf dem Programm.

120 Cirque du Soleil-Mitarbeiter, davon 48 Artisten, aus 21 Ländern machen derzeit Station in Wien. „Amaluna“ basiert auf Motiven von Shakespeares „Der Sturm“ und Mozarts „Die Zauberflöte“, die zu einer bildgewaltigen Zirkusshow verschmelzen.

Unter einer Lichtkuppel zeigen einige der weltbesten Akrobaten in opulenten Fantasiekostümen ihr Können, umrahmt von einer mythologisch-märchenhaft anmutenden Kulisse. Begleitet wird das Geschehen wie immer von einem Live-Orchester, das bei „Amaluna“ ausschließlich mit Frauen besetzt ist.

„Amaluna“: 1.000 Kostümteile für 48 Künstler

Aaron ist 36 Jahre alt und bereits sein halbes Leben lang Clown, wie er im Backstage-Interview erzählt. Begeistert von Charlie Chaplin und Buster Keaton hat er – nach profunder Ausbildung an der Clownschule im deutschen Hofheim – die nonverbale Komik für sich entdeckt. In „Amaluna“ darf er mit einer Clown-Kollegin eine Liebesgeschichte interpretieren.

Rund 1.000 einzelne Kostümteile werden für die Show benötigt, weiß Larry, Head of Wardrobe bei „Amaluna“. Drei fix angestellte Mitarbeiter und jeweils drei vor Ort rekrutierte sind für Kostüme, Perücken und Make-Up verantwortlich. Letzeres legen die Artisten selbst auf, das kunstvollste nimmt 90 Minuten in Anspruch.

Die Kostüme werden in der zirkuseigenen Werkstatt gegebenfalls auch ausgebessert – von der Nähmaschine bis zum Bügelbrett ist alles vorhanden. „Fünf verschiedene Gewebearten sind in diesem Bühnengewand verarbeitet“, erklärt der Experte anhand eines Kostüms, das eine der „Amazonen“ trägt. Ein anderes ist mit Swarovski-Kristallen besetzt.

Mehr als 2.500 Personen haben im Grand Chapiteau Platz, das von vier Masten – jeweils 25 Meter hoch – getragen wird. Wer sich von der aufwendig inszenierten Show selbst ein Bild machen möchte: Ab morgen (9. März) gastiert der Cirque du Soleil mit „Amaluna“ bis 17. April in der Karl-Farkas-Gasse in Neu-Marx.

Weitere Informationen und Tickets: www.cirquedusoleil.com bzw. www.oeticket.com

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